Thailand
Ökotourismus in Chanthaburi

Das Stadtbild von Chanthaburi wird von der christlichen Kirche Notre Dame dominiert. Viele christliche Vietnamesen haben sich hier niedergelassen, deren Einfluss spürbar ist Foto: shutterstock/Chakarin Wattanamongkol
Das Stadtbild von Chanthaburi wird von der christlichen Kirche Notre Dame dominiert. Viele christliche Vietnamesen haben sich hier niedergelassen, deren Einfluss spürbar istFoto: shutterstock/Chakarin Wattanamongkol

Wanida Palakul hat´s drauf. Keine Ahnung, woher sie ihre Power nimmt. Fest steht, dass die Thailänderin mit ihren grad mal 19 Jahren Bärenkräfte besitzt, flankiert von feinstem Fingerspitzengefühl. Auf den ersten Blick ist ihr das nicht anzusehen.

Wer in ihre Hände gerät, darf sich sicher sein, dass er nach dieser Begegnung entspannter und wohl duftend durchs Leben wandelt. Ihr Arbeitsplatz ist ein Massage-Salon - Open Air - auf der Insel Koh Kood. Ihre Massage ist ein Hochgenuss für Körper und Seele. Im Hintergrund quaken die Frösche, ein Brunnen plätschert. Das Aroma von Kokosöl und Kampfer liegt in der Luft. Und die Wärme, die sie mit ihren Händen durch das Walken und Kneten auf der Haut erzeugt, kühlt der sanfte Wind wieder ab. „Mir macht´s Spaß, Menschen glücklich zu machen“, sagt die Studentin überzeugend.

So wird das Wetter in Thailand

Um das Wohlempfinden noch zu krönen, empfiehlt sich anschließend das Abtauchen in das traumhaft saphirblaue Südchinesische Meer. Aber Vorsicht: Es bedarf einiger Schritte, um Schwimmtiefe zu erreichen. Den Weg dorthin nutzt die liebe Sonne gerne, um helle ungeschützte Haut mit einem rötenden „Brandy“ zu segnen.

Die Edelstein-Stadt

Wieder an Land: Chanthaburi in der Küstenprovinz Trat, gilt als Tor zum östlichen Nachbarn Kambodscha. Vor allem aber ist es das Mekka für hochwertige Edelsteine. Laut „Chanthaburi Gem and Jewelry Traders Asscociation“ kommen fast 80 Prozent des Weltexports hierher. Angenehm ist es in den Gassen der entspannten Stadt zu flanieren. Und: Es gibt auch funkelnde Schönheiten für schmalere Portemonnaies.

Beim Genuss einer frischen Kokosnuss amüsiert es, den erfindungsreichen Variationsmöglichkeiten hinterher zu blicken, die die kleinen Mopeds hier im Königreich des Lächelns hergeben. Als Katamaran ausgebaut, mal als Garküche, Gemüseladen oder als Vehikel mit dem sich Mann und Maus, inklusive Hausstand transportieren lassen.

Ökotourismus in Chanthaburi

Was handwerkliche Fähigkeiten und individuelle Anpassung anbelangt, liegen die Thailänder halt ganz weit form. Das beweist auch Ban Nam Chiao sehr gerne. Hier leben buddhistische Thailänder und Muslime friedlich miteinander. „Ökotourismus“ haben sie sich auf die Fahne geschrieben.

Ihren Gäste zeigen sie gerne wie Reisplätzchen mit Zuckerrohr-Sirup und Kokosmuss-Shrimps-Paste zubereitet werden. Und: Eine fingerfertige Seniorin demonstriert wie sich aus Betel-Blättern eine traditionelle Kopfbedeckung – in fünf verschiedenen Modellen – flechten lässt.

Alte Traditionen erhalten und bewahren, dem hat sich auch der Ökotourismus in Huai Raeng verschrieben. Besucher lernen hier Leckereien mit Reis und anderen Zutaten in Blätter einzuwickeln. Die richtige Falttechnik macht´s möglich. Besonders fasziniert dabei der ökologische Henkelmann beziehungsweise die Frischhaltetüte: Das „Imbiss-Handtäschchen“ aus Betel-Blättern. Der Inhalt besteht aus parfümiertem Reis, Cashewnüssen, frittiertem Fisch, Süßkartoffeln, salzigem Ei, Gurke, Ananas und Fischsauce. Eine köstliche Zwischenmahlzeit.

Früher für die Arbeiter auf dem Feld. Heute für  den neugierigen Gast, der sich gerne von guten Ideen unvergesslichen Leckereien begeistern lässt.

Ulla Wolanewitz, vom 03.07.2017 13:06 Uhr
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