Südamerika
Acht Gründe für eine Reise nach Chile

Das Gebirge im Nationalpark Torres del Paine, Patagonien.  Foto: Paula Friedrichs und Aileen Weichelt
Das Gebirge im Nationalpark Torres del Paine, Patagonien. Foto: Paula Friedrichs und Aileen Weichelt

"Wo liegt eigentlich Chile? Und was will man da vier Monate machen?" - diese und ähnliche Fragen wurden uns - zwei jungen Backpackerinnen aus dem Raum Stuttgart - unzählige Male gestellt, bevor wir unsere Reise ins Unbekannte aufbrachen.

So wird das Reisewetter in Chile

Kein Wunder! Viele Reisende unterschätzen dieses Fleckchen Erde. Dabei ist für uns eines klar: Chile ist das Land der Extreme, das viel Abenteuer zu bieten hat.

Wir stellen Euch unsere Hauptgründe für eine Reise nach Chile vor:

1. Chile vereint alle Klimazonen

Chile ist auf Grund seiner geografischen Gegebenheiten ein unglaublich vielfältiges Land und somit sehr attraktiv für Reisende mit unterschiedlichsten Interessen. Das Land erstreckt sich an der westlichen Küste Südamerikas und vereint viele Klimazonen: Im Norden findet man die trockenste Wüste der Welt, die Atacama Wüste. Im Zentrum liegt die Hauptstadt, Santiago de Chile, das Paradies für Stadtliebhaber. Im südlichen Teil Chiles, Patagonien, hat man eine Auswahl zwischen Steppenlandschaften, Vulkanen, atemberaubenden Gebirgen und Gletschern. Zudem bietet das Land einem die einzigartige Möglichkeit, in den naheliegenden Anden Skifahren zu gehen und am selben Tag noch an einem der unzähligen Strände der Pazifikküste die Abendsonne zu genießen.

2. San Pedro de Atacama - die Wüstenstadt

Die Wüstenstadt im Norden Chiles ist definitiv einen Besuch wert. Denn nicht nur die Stadt mit ihren Lehmhäusern in den belebten Straßen ist sehenswert, sondern vor allem die Wüste, die man mit verschiedensten Touren von San Pedro aus erkunden kann. Wir entschieden uns für eine dreitägige Jeep-Tour. Sie führte uns jeden Tag aufs Neue zu atemberaubenden Orten wie Lagunen mit Flamingos, aktiven Vulkanen, Geysiren und endete in der Salzwüste Salar de Uyuni in Bolivien. Eine Reise zur Atacama Wüste ist garantiert ein Erlebnis, das man nie vergessen wird.

3. Die Tierwelt ist vielseitig

Chile bietet nicht nur landschaftliche Vielseitigkeit - auch in der Tierwelt gibt es viel zu sehen. Besonders bekannt ist Chile für die vielen verschiedenen Vogelarten, die im ganzen Land zu sehen sind. Vogelsträuße, Adler, Flamingos, Pinguine und Kolibris sind hier nur eine Auswahl. An der Küste sieht man oft Seelöwen und Robben, im Süden kann man mit etwas Glück sogar Delfine und Wale beobachten. Lamas und Alpakas sind ebenfalls keine Seltenheit - im Gegensatz zum Puma, dem man zum Glück nur selten begegnet. Interessant: In Chile gibt es kaum giftige oder besonders gefährliche Tierarten.

4. Das große Kulturerbe: Valparaíso

Das wohl bekannteste Weltkulturerbe in Chile ist die wunderschöne Hafenstadt Valparaíso. Sie besteht aus mehreren Hügeln, welche von unzähligen bunten Häusern belebt werden. Auch der berühmte Dichter Pablo Neruda hatte eines seiner Häuser in Valparaíso, welches man heute noch besichtigen kann. Inspirierende Orte wie die Graffiti- und Streetart-Hauptstadt Lateinamerikas versetzen einen immer wieder aufs Neue ins Staunen.

5. Gute Infrastruktur und Sicherheit

Ein weiterer Grund für eine Reise nach Chile ist die für südamerikanische Verhältnisse recht gute Infrastruktur und die hohe Entwicklung des Landes. Das erleichtert das Reisen in vielen Situationen. Zum Beispiel gibt es gute Busverbindungen mit recht hohem Standard, die es einem ermöglichen, die langen Strecken relativ günstig und komfortabel zurückzulegen. Außerdem ist Chile ziemlich sicher und eignet sich deshalb auch gut als Reiseziel für alleinreisende Frauen.

6. Chile hat eine 1A-Küche

Auch die chilenische Küche hat sehr viel zu bieten. Besonders für Fisch- und Fleischliebhaber ist Chile ein Paradies. Von der Gourmetküche bis hin zu den besten Empanadas - die berühmten südamerikanischen Teigtaschen, die man an jeder Straßenecke findet - ist für jeden etwas dabei. Auch köstlichen Wein findet man überall. Was wenige wissen: Chile hat nicht nur die perfekten Bedingungen für Weinanbau, sondern die Herstellung hat auch eine lange Tradition.

7. Der Nationalpark Torres del Paine

Der über 2000 Quadratkilometer große Nationalpark Torres del Paine ist einer der bekanntesten Chiles. Seine hohen Berge, Gletscher und Seen locken viele abenteuerlustige Reisende an, die dort teilweise mehrtägige Trekkingtouren machen. Doch selbst eine Tagestour (zum Beispiel zu den drei Granitbergen, die als Wahrzeichen des Nationalparks gelten) ist eine Reise wert und wird definitiv Eindruck hinterlassen.

8. Die Hauptstadt: Santiago de Chile

Santiago de Chile steht in einem starken Kontrast zu den vielen anderen Städten und Dörfern im Landesinneren und ist nicht nur das geografische, sondern auch das politische Zentrum Chiles. Etwa 40 Prozent der chilenischen Bevölkerung wohnt in der Hauptstadt, die Straßen sind sowohl bei Tag als auch bei Nacht voller Leben und ziehen einen schnell in den Bann. Eindrücke wie zum Beispiel die teilweise schneebedeckten Berge, die man immer wieder zwischen den Hochhäusern erspähen kann oder Aussichtsplattformen wie "Gran Torre Santiago", das höchste Gebäude Südamerikas und "Cerro Santa Lucia", ein wunderschöner Park auf einem Hügel inmitten des Stadtzentrums, rauben einem immer wieder den Atem.

All das macht Santiago zu einem beeindruckenden Reiseziel und einer Städtereise der etwas anderen Art.

Paula Friedrichs und Aileen Weichelt, vom 02.03.2016 00:00 Uhr
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MÄR
02.
23:03 Uhr, geschrieben von Harald
Chile wunderbar beschrieben
Ihr habt wohl eine tolle Reise hinter Euch! In Eurem Bolg zur Reise waren schon wunderbare Bilder zu sehen. Eure Ode an Chile setzt die Bilder Eures Blogs nun auch in Sprache um, die Sehnsucht und Lust macht. Sie hat mir dieses entfernte, lang gezogene Land zauberhaft nahe gebracht!
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