Reif für die Inseln
Ostfrieslands sieben schöne Eilande

Im alten Zollhaus auf Baltrum befindet das sehr anschaulich organisierte Heimatmuseum. Foto: Knut Diers
Im alten Zollhaus auf Baltrum befindet das sehr anschaulich organisierte Heimatmuseum. Foto: Knut Diers

Borkum - Hochseeklima schnuppern

Aufatmen – sie hat als einzige der ostfriesischen Inseln Hochseeklima. Sie ist die erste allergikerfreundliche Insel Europas, denn Hoteliers und Gastronomen haben sich darauf zusätzlich eingerichtet. Sie tragen das ECARF-Qualitätssiegel. Die Preise auf Borkum sind noch günstig. Als unbezahlbar erweisen sich die grandiosen Sonnenuntergänge, untermalt von den Klängen aus dem kleinen, runden Musikpavillon an der neu gestalteten Strandpromenade. Borkum hat viel Natur, denn 92 Prozent der Inselfläche gehören zum Nationalpark. Und vom 22. bis 25. Mai bieten die Jazztage beste Unterhaltung. www.borkum.de

Juist - Gäste ins Parlament

Die autofreie Insel will bis 2030 klimaneutral sein. Entspannt geht es schon jetzt zu, nur Fahrräder und Pferdedroschken sind unterwegs. Der 17 Hektar große Hammersee und der riesige Kalfamer im Osten bieten Platz für lange Spaziergänge. Die Strände sind erste Güte. Jedes Jahr im August werden zehn Mitglieder für das Gäste-Parlament ausgelost. Die Kinderuni nimmt dann auch ihre Arbeit auf. Spannend wird es zum Krimifestival „Tatort Towerland“. www.juist.de

Norderney – baden und treiben lassen

Wer sich am Fähranleger umschaut, findet das gerade überarbeitete Nationalpark-Haus. Ansonsten sind neben Badenden auch Hochseilkletterer, Surfer und Beachvolleyballer, Cineasten und Gäste mit Kaufrausch willkommen. Die Anzahl der Läden hat sich noch erweitert. Das alte Kurtheater mit den roten Samtsesseln bietet eine ehrwürdige Atmosphäre für Auftritte aller Art. Das Casino lockt, die runde Milchbar und die Strandsauna gehören zum Kult. Beides sind Orte, an denen sich Kenner treffen, die das Besondere lieben. Das „bade:haus“ ist ein Wellnesstempel ersten Ranges mit Wellenbad und Saunaetage. Die Thalasso-Insel ist mit der Bahn bis Norddeich und dann auf der tideunabhängigen Fähre schnell zu erreichen. www.norderney.de

Baltrum – eine ganz ruhige Nummer

Der älteste Kalauer übersetzt den Inselnamen mit „bald rum“. Partytrubel? Fehlanzeige. Hier wohnt die größte deutsche Lachmöwenkolonie. Hier hopsen Pferde fröhlich in den Marschwiesen am Watt. Hier hat der Gast endlich Ruhe. In einem ostfriesischen Doppelhaus ist das Heimatmuseum untergebracht, das sehr anschaulich die Geschichte der 1398 erstmals erwähnten Insel erzählt. Am 13. Mai wird an der neuen Schutzdüne am Kinderspielhaus ein Kunstwerk enthüllt – eine spannende Attraktion. www.baltrum.de

Langeoog – sportlich und schottisch

Ob Strandkegeln, Tischtennis oder Halbmarathon - Sport hat sich die Inseln auf die Fahnen geschrieben. Manche entwickeln hier den Ehrgeiz, die Bedingungen für das Sportabzeichen zu erfüllen. Es ist die erste Fairtraide-Insel Deutschlands und eine Fahrradinsel, denn sie ist immerhin elf Kilometer lang. Höhepunkte sind die Aussichtsdüne Melkhörn und die Meierei im Osten. Auf dem Weg dorthin, am Schloppsee, grasen schottische Hochlandrinder in den Weiden. Sehenswert sind auch die Inselkirche und das Schifffahrtsmuseum. www.langeoog.de

Spiekeroog – die Dorfschönheit

Das Dorfidyll mit der alten Inselkirche und den grün-weißen Vorbauten der Klinkerhäuschen ist ein Augenschmaus. Entschleunigung lautet das Stichwort. Tagsüber ist das Radeln hier ohnehin verboten. Die meisten sind mit ihrem Bollerwagen unterwegs. Da passt alles hinein: Sandförmchen, Thermoskanne, Kekse und die Kinder natürlich. Die Pferdebahn zuckelt durch die Landschaft. Ganz im Westen treffen sich die Kite- und andere Surfer im Old Laramie. Das ist Kult. Inselbad und Dünenspa sind ein Hochgenuss. Nördlich des Kurzentrums ist eine der höchsten Erhebungen Ostfrieslands zu bewundern: Die Wittdün erreicht 24,1 Meter.  www.spiekeroog.de

Wangerooge - um den Pudding gehen

Wer im legendären Café Pudding sitzt, kann gar nicht anders: Schiffe gucken. Die größten der Welt fahren auf ihrem Weg nach oder von Wilhelmshaven oder Hamburg vorbei. Im Internetzimmer der Kurverwaltung hängt sogar ein Bildschirm, der die Position, den Namen und die Schiffsgattung anzeigt. Das renovierte Erlebnisbad ist eine Attraktion genauso wie der alte Leuchtturm. Die 161 Stufen lohnen sich für den grandiosen Rundumblick und das kleine Museum im Innern. Für Spaziergänger attraktiv: ein Abstecher zum Westturm und ganz nach Osten. Die alten Pfähle am ehemaligen Ostanleger, der bis 1958 in Betrieb war, bieten ansprechende Fotomotive. Seit 2014 ist die Insel Thalasso-Nordseeheilbad. www.wangerooge.de

Knut Diers, vom 17.07.2015 02:24 Uhr
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