Iniala in Thailand
Ein Gesamtkunstwerk unter Palmen

Das Haupthaus von Iniala ist ein im klassizistisch-thailändischen Look gehaltener flacher Bungalow. Davor erstreckt sich ein größerer Pool, dessen kristallenes Wasser den Wettstreit mit den verspiegelten Fenstern spielend aufnimmt. Foto: Matthias Ebbertz
Das Haupthaus von Iniala ist ein im klassizistisch-thailändischen Look gehaltener flacher Bungalow. Davor erstreckt sich ein größerer Pool, dessen kristallenes Wasser den Wettstreit mit den verspiegelten Fenstern spielend aufnimmt.Foto: Matthias Ebbertz

Diese Geschichte müsste jeder Hollywood-Autor als völlig übertrieben abtun, sie würde jeden Film unglaubwürdig wirken lassen. Und doch ist sie wahr, die Geschichte von Mark Weingard, dem ehemaligen Investmentbanker aus der Londoner City, der 9/11 und den Tsunami 2004 in Südostasien überlebte, seinen Job schmiss und sich mit einem Luxushotel mit künstlerischem Selbstverwirklichungsanspruch zurück ins Leben kämpfte.

So wird das Wetter

2001 war er zu einem Treffen mit einer japanischen Bank im Südturm des World-Trade-Centers verabredet. Er verschlief. Als er anrief, um sich zu entschuldigen, erzählten sie ihm am Telefon von dem ersten Flugzeug, dass gerade den Nordturm getroffen habe. Nur kurze Zeit später sollte es den Südturm treffen. 23 Angestellte der japanischen Bank überlebten diesen Tag nicht. Mark Weingard überlebte. 2002 sollte sich als weiteres Schicksalsjahr herausstellen. Mark und seine damalige Freundin Annika Linden wollten zur Hochzeitsfeier einer gemeinsamen Freundin nach Bali fahren. Mark stritt sich mit seiner Freundin, blieb zuhause – und überlebte den Terroranschlag in Bali, den Annika nicht überleben sollte.

Mark trauert, schmeißt seinen Job und gründet eine Stiftung, die Annika Linden Stiftung, die inzwischen Inspirasia Foundation heißt. Sie unterstützt Projekte in Thailand, insbesondere die Home & Life Orphanage, eine Art SOS Kinderdorf für Kinder, die durch den Tsunami zum Waisenkind geworden sind – auch das hängt eng mit Marks persönlicher Geschichte zusammen. 2004 wurde er in seinem Haus am Strand von den Wassermassen der Tsunamiwelle geweckt. Mit Glück überlebten er und seine Freunde, die zu Weihnachten zu Besuch waren.

Langsam beginnt bei Mark ein neuer Traum zu reifen: ein Resort nach seinen Vorstellungen, das Iniala. Sein Strandhaus soll nicht einfach nur renoviert werden, es soll zu neuem Leben an dem Strand erweckt werden, an dem der Tsunami alles zerstörte. 15 Prozent der Einnahmen sollten in die Inspirasia Foundation gehen – noch heute fließen 10 Prozent der Einnahmen des seitdem stetig gewachsenen Iniala Resorts an das Projekt.

Matthias Ebbertz, vom 06.03.2017 10:21 Uhr
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