Auf das „Butterfass“ ist Verlass. Erst blubbert das blassblaue Wasser in seinem kleinen Quell-Pool. Dann wölbt es sich plötzlich zur Blase, schießt daraus eruptiv als kochend heiße Säule bis zu 20 Meter hoch in den postkartenblauen Himmel und fällt Sekundenbruchteile später saft- und kraftlos wieder zusammen. Ein bildschönes Schauspiel, das sich alle fünf bis sechs Minuten wiederholt.
Vom geothermalen Hochtemperaturgebiet mit seinen Geysiren ist es nur ein Katzensprung bis zum zweiten fabelhaften Naturspektakel: dem Gullfoss. Gleich auf den ersten Panoramablick verzaubert der „Goldene Wasserfall“ jeden Besucher mit seiner königlichen Schönheit. Die von Gletscher-Schmelzwasser gespeiste Hvita donnert hier über zwei gegeneinander versetzte Stufen hinab in eine schmale Kluft - mit unbeschreiblicher Urgewalt.
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Die dritte Top-Attraktion auf dem „Golden Circle“ ist das Nationalheiligtum Thingvellir. Hier trafen sich im Jahre 930 zum ersten Mal die freien Männer des Landes zum Urparlament. Und befanden zu einer Zeit, als das übrige Europa noch tief in Mittelalter und Feudalherrschaft steckte, über alle Fragen des Landes in freier Selbstbestimmung. Außerdem: Direkt unter der „Allmännerschlucht“ treffen zwei Kontinentalplatten aufeinander, die sich noch heute mit ein bis zwei Zentimetern per anno voneinander entfernen – auch tektonisch also ein durchaus faszinierender Platz.
Anreise: Zum Beispiel mit LH ab Berlin, Düsseldorf, Hamburg nach Keflavik ab 316 Euro; Iceland Express fliegt von Berlin und Köln ab 228 Euro.
Touren ab Reykjavik: Tagesausflüge Golden Circle (zirka achteinhalb Stunden) kosten 63 Euro zum Beispiel bei Viator; www.viatorcom.de.
Informationen: www.visiticeland.com; www.tui-wolters.de.
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