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Dubai
Wundergarten in der Wüste

Nur eine halbe Stunde Fahrtzeit von der Metropole Dubai entfernt liegt der Miracle Garden mitten in der Wüste. Foto: shutterstock/S-F
Nur eine halbe Stunde Fahrtzeit von der Metropole Dubai entfernt liegt der Miracle Garden mitten in der Wüste. Foto: shutterstock/S-F

Knapp eine halbe Stunde fährt man mit dem Taxi von Dubai aus Richtung Al Barsha durch karge, sandige Landschaften. Plötzlich, mitten in der Wüste, ein sehr großes, eingezäuntes Grundstück und zwei farbenprächtige, schräge Häuschen. Der Eingangsbereich des Miracle Garden, des Wundergartens in der Wüste. Hat man das Tor durchschritten, ist man plötzlich in einer anderen Welt: eine wunderschöne Parkanlage, die sich auf einer Fläche von 72 000 Quadrat­metern mit prächtigen Sommerblumen präsentiert. 45 Millionen Pflanzen sollen es insgesamt sein.

So wird das Wetter

Petunien, Pelargonien, Tagetes und Zinnien gedeihen auch in dieser schwierigen Klimazone bestens. Aber nicht nur mit Blumen geschmückte Beete sind ein Hingucker, sondern unzählige andere gestalterische Besonderheiten – haarscharf an der Grenze zum Kitsch. Man geht durch bepflanzte Bogen, blickt auf üppige, farbenprächtige Rabatten und grüne Rasenflächen, flaniert über geschlungene Wege an bunten Häuschen vorbei, deren Wände und Dächer in den schillerndsten Farben leuchten. Alles Natur. Und doch entsteht das Gefühl, man sei mitten in Lewis Carrolls Buch „Alice im Wunderland“ gelandet.

Burj Khalifa fruchtig verziert

Zwischen den fantasievoll arrangierten Sommerblumen kann man während des Rundgangs durch das Gartenparadies immer wieder überwucherte Kunstwerke entdecken. Zum Beispiel ein  Modell des Burj Khalifa, des höchsten Gebäudes dieser Welt. Im Original steht der Turm mitten in Dubai. Er ragt weit in den Himmel und wird mit einer Höhe von 828 Metern und 189 Stockwerken sicher noch einige Jahre diesen Rekord behalten. Die üppig mit Früchten verzierte Nachbildung im Miracle Garden wird von den Besuchern regelrecht umlagert.

Ein Schmuckstück ist auch eine senkrechte Blumenwand, die als größter vertikaler Garten dieser Welt einen Eintrag in das Guinness-Buch der Rekorde erreichen konnte. Wer Schatten sucht, findet ihn unter einem Himmel voller aufgespannter, farbiger Sonnenschirme. Dieser Bereich dürfte wohl zu den am meisten fotografierten des Gartens zählen. Eine weitere Besonderheit sind die kunstvollen Gestalten, denen man überall auf der Anlage begegnen kann. Eine überdimensionale Dame mit Hut zum Beispiel, über und über mit Blumen bepflanzt, die mit einer Gießkanne Wasser in einen Teich gießt.

Wüstengarten mit deutschem Saatgut

Die Idee zu der Oase in der Wüste entstand 2013, für die Planung und Gestaltung ist Abdel Nassar Y. Rahhal verantwortlich. Der Landschaftsplaner der Firma Akar Landscaping Services and Agriculture ist auch mit der Gestaltung anderer Gärten in Arabien vertraut. Über einen Kontakt zum Amt für Außenwirtschaftsförderung in Thüringen lernte er Heike Janetzko kennen. Die Erfurterin betreibt in Deutschland einen Saatguthandel. Alle üppig blühenden Sommerblumen im Miracle Garden werden aus dem von ihr gelieferten Saatgut herangezogen.

Heike Janetzko musste Pflanzen finden, die das Abenteuer Arabien einigermaßen klaglos überstehen. Eine weitere Herausforderung ist die Wasserversorgung. Ein 260 000 Liter fassender Tank speichert den Vorrat und verteilt das Gießwasser durch Perl- oder Tropfschläuche an die Pflanzen. Dabei handelt es sich um mehrfach entsalztes Meerwasser.

Alle gärtnerischen Prachtstücke im Miracle Garden werden jedes Jahr  zu ­Beginn der Gartensaison, die in den Emiraten im November startet, neu bepflanzt und immer wieder anders gestaltet. Der Garten ist dann von November bis Mai geöffnet. Im Sommer bleibt die Anlage geschlossen – 50 Grad Celsius im Schatten sind dann doch zu heiß für die Pflanzenpracht. Die glühend heiße Sommerzeit wird zur Vorbereitung für eine Neugestaltung und Neubepflanzung ­genutzt. Damit sich der Garten im nächsten Jahr in neuer Schönheit ­präsentieren kann.

Anreise: Direktflüge ab Frankfurt mit Emirates (www.emirates.com)  oder Lufthansa (www.lufthansa.com).

Unterkunft: Schöne Hotels gibt es auf der Palme, Hotel Sofitel (www.sofitel.com), Hotel Fairmont (www.fairmont.de) und Jumeirah Creekside Hotel (www.jumeirah.com/de), jeweils DZ ab ca. 200 Euro. Downtown kann man ab 50 Euro übernachten.

Miracle Garden: Geöffnet So. bis Do., 9 bis 21 Uhr, Fr. und Sa., 9 bis 23 Uhr. Der Eintritt kostet für Erwachsene 40 Dirham (ca. 10 Euro), Kinder bis 12 Jahre zahlen 30 Dirham. www.dubaimiraclegarden.com

Allgemeine Informationen: www.visitdubai.com

Edgar Gugenhan, vom 19.04.2017 09:08 Uhr
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