Andalusien
Sonne und Sherry: Frühlingsgefühle in Jerez

Auf Besichtigungstour durch eine Sherry-Destillerie. Foto: Nicole Quint
Auf Besichtigungstour durch eine Sherry-Destillerie.Foto: Nicole Quint

Jerez - Wer von Jerez spricht hat ein seltsames Glitzern in den Augen und reagiert mit Verwunderung, wenn man ihn nach dem Grund dafür fragt: "Candocheo", lautet die Antwort. In Andalusien ist sie ganzjährig zu spüren, diese Freude am Leben. Doch für durchgefrorene Nordeuropäer wird sie vor allem am Ende eines langen Winters zum Heilmittel gegen Trübsal, Kältefrust und allzu große Ernsthaftigkeit.

Sonne, Sherry und der Duft nach Bitterorangen

Schon im März täuscht die Sonne mit kräftigen Farben den Sommer vor und strengt sich mächtig an, um zu wärmen. Dazu leuchten die Fassaden der niedrigen Häuser wie Bernstein und Honig, die Farben jungen Sherrys - dem Vino de Jerez. Die Lagerhallen der Bodegas drängen sich im Zentrum zwischen Tapas-Bars, arabischer Festung und den Villen des andalusischen Adels. Sonne und Sherry – das sind die bedeutendsten Rohstoffe der Stadt.

Aber auch ohne Alkohol ist ganz Jerez trunken - angefüllt vom allgegenwärtigen Duft der Bitterorangen und Zitronen und von den Farben von Jacarandabäume, Orleander und Jasmin. Man ahnt schon kurz nach der Ankunft, dass es einem so ergehen wird, wie dem andalusischen Dichter Rafale Alberti, der über die Zeit, die er fern von seinem Heimatland verbringen musste, schrieb: "Ich habe jahrelang nach Spanien geseufzt".“

Nicole Quint, vom 01.02.2012 05:50 Uhr
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